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Strumpfband

ein Accessoire mit Geschichte

Braut mit Strumpfband Es gab Zeiten, da hatte das Strumpfband eine ganz besondere und wenig erotische Funktion – es hinderte die Strümpfe nämlich daran, auf die Fußknöchel zu rutschen. Das war allerdings auch die Zeit, in der beide Geschlechter ein Strumpfband trugen. Das Strumpfband wurde bis oberhalb des Knies gezogen und später auch an einem Hüftgürtel befestigt, der heute unter dem Namen Straps bekannt ist. Erst im 19. Jahrhundert wurde das Strumpfband zu einem erotischen Accessoire und wurde nur noch von den Damen getragen. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Kleidung für Damen ein wenig gewagter und auch Konturen durften gezeigt werden. 1858 stand in einem Lexikon über das Strumpfband, dass es Frauenzimmer gibt, die diesem Luxus frönen und daraus wird ersichtlich, dass nicht alle Herren von der neuen Mode so begeistert waren. Seinen gesellschaftlichen Durchbruch erlebte das Strumpfband aber in Paris, oder genauer gesagt in einschlägigen Nachtlokalen, wo der Can Can getanzt wurde. Wenn die Tänzerinnen auf der Bühne die Röcke in die Höhe warfen, dann konnte die Männerwelt auch das Strumpfband sehen und das galt bei der feinen Gesellschaft als ausgesprochen verrucht. Zu dieser Zeit diente das zarte Band, das aus Spitzen und Rüschen gefertigt wurde, nicht mehr länger als zweckmäßig, sondern hatte einen erotischen Hintergrund.

Heute sind Strumpfbänder nur noch ein sexy Accessoire, das zu den besonders aufregenden Dessous gehört. Auch Bräute möchten darauf nicht verzichten. Das Strumpfband für die Braut hat eine sehr lange Tradition und ist nach wie vor ein begehrtes Andenken an eine Hochzeit. Noch immer wird es meistbietend an einen der anwesenden Junggesellen versteigert und noch immer ist es aus einem zarten Blau, denn die Braut sollte neben etwas Gebrauchtem, etwas Geschenktem, etwas Neuem und etwas Altem auch immer etwas Blaues tragen, damit sie in der Ehe auch glücklich wird.

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