String
Der String - eine kleine Provokation
Der String hat viele, zumeist spöttische Namen: Zahnseide oder Klaviersaite sind nur zwei davon. Dabei gehören der String und seine Vorläufer zu den ältesten Bekleidungsstücken der Menschheit.Seinen Ursprung hat der String im südlichen Afrika. Dort trugen die Buschmänner schon vor über 10.000 Jahren eine knappen Lendenschurz oder wie Archäologen es nennen, eine Genitalzierde.
Japanische Männer trugen bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges so genannte "Fundoshi", ebenfalls eine Art String. Und wer sich einen Sumo Ringer einmal genau ansieht, wird feststellen, dass die Bekleidung der fülligen Herren auch an einen String erinnert.
Der eigentliche String in der Damenbekleidung wurde Anfang der 1970er Jahre in Brasilien erfunden, dem Mutterland für sexy Bademoden. Die Bikinihöschen an der Copacabana hatten nur noch zwei schmale Bändchen an den Seiten und die Rückseite war lediglich ein kleines Dreieck. Aus dem Dreieck wurde im Laufe der Zeit eine Schnur (englisch: String). In den USA und Westeuropa trat der String, zunächst nur in der Bikinimode, seinen Siegeszug Mitte der 1970er Jahre an. Im Zuge der sexuellen Befreiung und einer anderen moralischen Vorstellung, trugen junge Damen am Strand plötzlich einen provokanten String. In der Unterwäsche etablierte sich der String erst 20 Jahre später.
In den letzten Jahren war der String die beliebteste Unterhosenform überhaupt. Zum einen erlaubte der String das Tragen von hautengen Jeans auf der Hüfte statt auf der Taille und zum anderen kam eine beliebte Tätowierung über dem Steißbein damit besser zur Geltung.
Neben dem normalen String gibt es den G-String, dessen Name wieder einmal spöttisch an die G-Saite eines Klaviers erinnert und den C-String, der sogar auf das schmale Bändchen verzichtet.
zurück zum Lexikon