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Chemise

Chemise - das französische Hemdchen

Wörtlich übersetzt bedeutet Chemise ganz einfach Hemd oder Hemdchen. Schon im antiken Rom trugen die Frauen unter ihrer Tunika eine Art Hemd in Form einer Chemise. Richtig populär wurde die Chemise im Mittelalter. Einfach zu nähen, war dieses Hemdchen wohl das einzige Kleidungsstück, das regelmäßig gewaschen wurde. Die Chemise der einfachen Leute war aus grobem Leinen oder Baumwolle, die der etwas betuchteren aus Musselin, Mull oder Batist. Eine Chemise ist ein locker fallendes Hemd, das bis zu Taille reicht und lediglich unter Brust mit einem Band oder einem Tunnelzug gehalten wird. Auf vielen Gemälden aus der 18. und 19. Jahrhundert sind junge Frauen abgebildet, die zum Rock eine Chemise tragen die einen Blick auf die nackten Schultern zuläßt. Zu dieser Zeit war Nacktheit verpönt und eine Frau der das Hemdchen wie zufällig über die Schultern rutschte, galt schon als sehr provokant und verführerisch. Es ist nicht besonders schwierig eine Chemise nach Originalschnittmustern nachzunähen. Leinen zu Rechtecken und Dreiecken zuschneiden und locker zusammennähen. Fertig ist das provokante Hemdchen Anno 1900. Heute hat die Chemise einen festen Platz unter den Dessous. Die Hemdchen sind auch nicht mehr aus Leinen, sondern aus schwarzer Seide, Tüll, Satin oder aus zarten Spitzen. Wie viele andere verführerische Dessous hat auch die heutige Chemise ihren Ursprung in Frankreich. Zeitgleich wurde in den USA das Baby Doll erfunden, das der Chemise sehr ähnlich ist, aber mit einem passenden Höschen getragen wird. Eine Chemise kann sehr unschuldig aussehen. Es ist die Art sie zu tragen, die eine Chemise erst richtig sexy macht.

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